Gefährlich ähnlich, Limit und No Limit Holdem
No Limit Holdem ist natürlich bei weitem die derzeit beliebteste Pokervariante. Mittlerweile versuchen sich aber viele Spieler auch an anderen Spielen. Online ist das Angebot an verschiedenen Varianten reichhaltig. Im Casino Poker vorallem in Deutschland ist die Auswahl noch nicht wirklich vorhanden. Wenn im Casino Poker angeboten wird findet sich jedoch oft auch ein Limit Holdem Tisch. Aufgrund der hohen Ähnlichkeit zwischen No Limit und Limit Holdem gehen viele Leute fälschlich davon das ihr Können sozusagen eins zu eins ünertragbar ist. Es ist aber sehr wichtig zu verstehen, dass es sich hierbei um zwei trotzallem grundverschiedene Varianten handelt. Konsequenterweise muss man also beim Wechsel zu Limt Holdem bereit sein, das als ein neues Spiel zu behandeln. Ansonsten läuft man ernsthaft in Gefahr für diese Erkenntnis eine Menge Chips an die anderen Mitspieler zu verteilen.
Das Ziel beim Spielen von No Limit Holdem ist es grundsätzlich wichtig grosse Hände zu machen. Damit sind aber nicht zwangsweise grosse Paare wie zum Beispiel Asse gemeint. Eher sollte das Ziel sein eine Strasse, einen Flush oder einen Drilling zu bekommen. Der Geger wiederum darf dann am besten mit seinen Assen gerne maximal viele Chips verlieren. Dabei zu beachten ist, dass man die Menge der investierten Chips klein hält, bis man eine grosse Hand gemacht hat. Deshalb lohnt es sich suited connectoren und kleine Paare zu Spielen, um einen grossen Pott zu gewinnen. Wenn man in einer Session einen oder zwei grosse Pötte gewonnen hat, war man in der Regel sehr erfolgreich.
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In Limit hingegen möchte man viele Pötte gewinnen. Es ist nicht einmal ansatzweise so profitabel zum Beispiel mit kleinen Paaren zu callen um einen Drilling zu bekommen. Das liegt daran, dass die Pötte in Limit Poker auf der letzten Karte fast niemals gross genug sind, um die Unausgeglichenheit in der Stärke der Hände vor dem Flop auszugleichen.
Ein weiterer Unterschied zu No Limit ist das so beliebte bluffen. Aufgrund der ungemeinen Bewegungsfreiheit zu setzen und zu erhöhen wie man möchte, ergeben sich viel mehr Möglichkeiten auch ohne eine gute Hand zu gewinnen. Denn in No Linit gibt es viel weniger bis zum Showdown gespielte Hände als in Limit Poker. Da alle Chips vor des Spielers jederzeit in Gefahr sind, kann der Gegner einen immensen Druck aufbauen. In Limit profitiert man jedoch von den begrenzten Setzmöglichkeiten insofern, als man sich einen relativ preiswerten Showdown erkaufen kann.
Da sich also der Gegner im Schnitt viel weniger von seinen Karten trennt, ist man aber im Umkehrschluß auch darauf angewiesen showdownfähige Hände produzieren. Faktisch sollte man sich deshalb überwiegend an grosse Karten halten, sowie mittlere und hohe Paare abhängig von der Position.
Durch das Aussnutzen einer qualitativ hochwertigen Auswahl an Start-Händen und Position wird man auf lange Sicht mehr Pötte gewinnen als verlieren und letztlich seine magische „one bet per hour“ Rate erreichen. Hierbei handelt es sich um den durchschnittlich zu erwartenden Gewinn eines profitablen Limitspielers: eine big blind in der Stunde. Im Zeitalter des online Pokers hat Limit Holdem speziell eine regelrechte Renaissance erlebt. Da im Vergleich einzelne Pötte nicht so eine hohe Konzentration benötigen, kann ein viel höheres Volumen an Tischen für einen längere Zeiträume erreicht werden, als das in No Limit jemals möglich wäre. Die Leichtigkeit mit der man bei dieser Variante auf Autopilot umstellen kann, macht Limit für viele Vollzeitspieler zur ersten Wahl.